Stadtgarde

Die Stadtgarde der KG Kongo wurde 1936 als Stadwache von jungen karnevalsbegeisterten Männern gegründet, mit der Aufgabe, den jeweiligen amtierenden Prinzen als Leibgarde zu begleiten und auch zu beschützen – vor allzu begeisterten Angriffen der Weiblichkeit – „Uniform macht sexy …“. Darüber hinaus oblag der Stadtwache die närrische Gerichtsbarkeit des Prinzen.

Das närrische Tribunal oder Gericht war eine Besonderheit in Wassenberg und Umgebung. Wurden hier doch unbescholtene Bürger angeklagt, die sich eines lächerlichen Vergehens hatten schuldig gemacht, das meistens an den Haaren herbei gezogen war. (Gerichtssitzung)

In den ersten Jahren bestand die Stadtwache ausschließlich aus männlichen Mitgliedern, die älter als 21 Jahre sein mussten. Im Laufe der Zeit hatte das Alter keine so große Bedeutung mehr.

Die Uniform der Stadtwache war eine Husarenuniform der ungarischen Husaren zur Kaiserzeit. Agnes Schaffrath nähte der Gruppe eigene Uniformen und damit wurde Agnes als erste Marketenderin in die Stadtwache aufgenommen.

Pünktlich zum 100 jährigen Bestehen 1986 präsentierete die KG Kongo eine neue modifizierte Stadtwache. Aus der Stadtwache wurde eine Stadtgarde, aus den Husarenuniformen wurden Prinzengardeuniformen, aus der trinkenden Truppe wurde eine Tanzformation mit tanzenden Gardisten und einer Regimentstochter.

Die Stadtgarde ist heute eine im Karneval aktive Gruppe, die mit Tanz und Hebefiguren einen fester Bestandteil im Wassenberger Sitzungskarneval ist.

Die Garde steht zurzeit unter der Leitung des Stadtkommandanten Oliver van Meegdenburg.